Das Prinzip Selbstzünder

  • April
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Als Selbstzündung bezeichnet man die Entflammung des Kraftstoff-Luft-Gemisches ohne direkte Zündquelle – also zum Beispiel durch Verdichtung. Bei Benzinmotoren (Ottomotoren) ist die Selbstzündung unerwünscht! Bei Dieselmotoren hingegen stellt die Selbstzündung die Betriebsgrundlage dar.
Wie stark ein Dieselkraftstoff sich selbst entflammen kann bestimmt die Cetanzahl.

Die Chemischen Vorgänge während der Selbstzündung:
Durch den hohen Druck im Zylinder des Fahrzeuges kommt es zu starken Temperaturerhöhungen – in ersten Reaktionen kommt es zur Insertion von Sauerstoff in Kohlenwasserstoffketten, dabei werden exotherm Peroxide und Hyperoxide gebildet. Diese Reaktion ist relativ langsam.

Durch sehr  hohe Temperaturen werden  die C-C und C-H-Bindungen gespalten werden, und es entstehen reaktive Radikale. Ebenso werden die Peroxide zu Radikalen gespalten. Diese Radikale wiederum  reagieren dann sehr schnell exotherm mit dem Sauerstoff (o2). Dadurch kommt es zu einer explosionsartigen Kettenreaktion an verschiedenen Stellen.